Wer in der Schweiz Kreditoren verbucht, tippt Woche für Woche dieselben Angaben ab: IBAN, Referenz, Betrag, Lieferant. Dabei stehen all diese Daten längst maschinenlesbar im Swiss QR Code auf jeder QR-Rechnung. Genau diese Lücke haben wir mit einer Eigenentwicklung geschlossen: Unser Modul liest die QR-Rechnung direkt aus dem PDF und erstellt daraus den Rechnungsentwurf in Odoo.
Was wir gebaut haben
Das Modul «CH-QR Bill Import» erstellt Lieferantenrechnungen in Odoo 19 automatisch aus den Daten der Schweizer QR-Rechnung. Sie laden das Rechnungs-PDF wie gewohnt in die Kreditorenbuchhaltung hoch. Odoo erkennt den Swiss QR Code im Dokument und übernimmt IBAN, Absenderadresse, Betrag, Währung, Zahlungsreferenz und Mitteilung direkt in einen Rechnungsentwurf. Ist der Lieferant im System noch unbekannt, legt das Modul den Kontakt gleich mit an.
Dazu kommt ein Konfigurationssystem pro Lieferant: Sie hinterlegen einmalig Journal, Aufwandkonto, Steuern und Kostenstellenverteilung. Trifft die nächste QR-Rechnung dieses Lieferanten ein, wird die Konfiguration automatisch angewendet, und die Rechnung ist praktisch buchungsfertig vorkontiert.
Warum der Odoo-Standard hier nicht reicht
Odoo bringt von Haus aus gute Werkzeuge für digitale Rechnungen mit. Die Schweizer QR-Rechnung wird im Standard aber vor allem auf der Ausgangsseite unterstützt: Odoo erzeugt QR-Rechnungen für Ihre eigenen Kundenrechnungen. Auf der Eingangsseite bleibt der QR Code der Lieferantenrechnung ungenutzt, obwohl er die verlässlichsten Daten des ganzen Dokuments enthält.
Für unsere Kunden, etablierte Schweizer KMU mit entsprechend vielen Kreditorenbelegen, bedeutete das bisher: manuelles Abtippen oder Erkennungslösungen, die Beträge und Referenzen aus dem Layout herauslesen und dabei danebenliegen können. Als Berater, die bauen, haben wir den Prozess analysiert und dort angesetzt, wo die Datenqualität am höchsten ist: beim QR Code selbst. In über 10 Jahren Odoo-Erfahrung und mehr als 400 Eigenentwicklungen hat sich dieses Muster bewährt: den Standard nutzen, wo er trägt, und gezielt ergänzen, wo er aufhört.
Was Sie davon haben
Der Nutzen ist unmittelbar: Kein Abtippen von IBAN, Referenznummer und Betrag mehr, und damit auch keine Zahlendreher an genau den Stellen, an denen Fehler richtig teuer werden, nämlich bei der Zahlung. Wiederkehrende Lieferantenrechnungen sind dank Konfiguration korrekt vorkontiert, inklusive Steuern und Kostenstellen. Die Buchhaltung prüft und validiert, statt zu erfassen.
Gleichzeitig bleibt der Prozess kontrolliert: Bei widersprüchlichen Lieferantendaten macht das System die Buchhaltung darauf aufmerksam, und im Nachrichtenverlauf der Rechnung bleiben die Originalangaben aus der QR-Rechnung nachvollziehbar hinterlegt. Wie alle Lösungen von simpit läuft auch dieses Modul mit 100 % Datenhaltung in der Schweizer Cloud, Ihre Kreditorendaten verlassen die Schweiz nicht.
Verarbeitet Ihre Buchhaltung regelmässig QR-Rechnungen von Hand? Dann lohnt sich ein Blick auf Ihren Kreditorenprozess. Entdecken Sie das Potenzial unserer Eigenentwicklungen auf simpit.ch/entwicklung oder besprechen Sie Ihr Projekt direkt mit uns: simpit.ch/contactus.